Aufgespießtes - Gemeinde Borsdorf

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Aufgespießtes


 
 
 

Der letzte Literaturstammtisch im alten Gebäude

Unser 28. Stammtisch war der letzte in der alten Gemeindebibliothek, bevor wir im Oktober ins Freie Gymnasium Borsdorf wechseln, wo es die gemeinsame Bibliothek des Ortes und der Schule geben wird.
Themen waren keine vorgegeben, aber dennoch gab es wieder viele interessante Beiträge, die von der Runde mit zwei neuen Gesichtern diskutiert wurden. Da war die Rezension des Enkels über den „Herr der Ringe“, die zu Gehör gebracht wurde, zwei Geschichten, wie man Erziehungsfehler vermeiden kann, wenn die Kinder aufgeklärt werden müssen und ins Alter kommen, in dem sie mit dem Rauchen beginnen. Zurück in die Geschichte ging es zum Thema Liederbuch, in der uns ein weitgehend unbekannter, aber umso wichtiger Mann namens Schauenburg vorgestellt wurde, dem es mit dem „Allgemeinen deutschen Kommensbuch“ gelang, das umfangreiche nichtreligiöse Liedgut zu bewahren. In diesem Buch, das mittler-weile in der 166. Auflage vorliegt, sind 700 Lieder enthalten. In dieser Zeit blieb auch eine Geschichte um den deutschen Kinderpädagogen Fröbel und die Auswirkungen seiner Schriften auf unsere heutige Zeit. Ein Teilnehmer las aus einem Buch zum klaren Denken vor und erläuterte, dass nichts so ist, wie es scheint. Schwimmer bekommen nicht eine tolle Figur, weil sie so viel trainieren, sondern sie sind Schwimmer, weil sie die richtige Figur haben und ähnliches. Wie der eigene Maßstab Leute beeinflusst, erzählte eine kurze Geschichte. Auch die Wahrheit wurde beleuchtet und was Unternehmen davon halten – wirkliches Interesse daran oder doch eher das Pippi-Langstrumpf-Prinzip, also Augen zu und das glauben, was man gerne glauben will. Es gab auch eine Fortsetzung des Romans, der schon seit Monaten in Teilen vorgetragen wird. Diesmal handelte der Auszug von Julia, die mit einem Trauma wieder ins richtige Leben zurückkehren muss.
Wie immer endete der Abend mit den positiven und negativen Erlebnissen der letzten Wochen und dem Versprechen am 14. Oktober wieder teilzunehmen.



Uwe Bismark


 
 

Der August und die Literatur

Im Literaturstammtisch Monat August wurde quer durch die Zeit erzählt. Der 300. Jahrestag einer sächsisch-höfischen Hochzeit zwischen Friedrich August und Maria Josepha war der in die Vergangenheit weitest gehende Beitrag. Aber nicht diese Hochzeit, sondern der darauf-folgende Bau des Schlosses Hubertusburg und sein heutiges Erscheinungsbild standen im Vordergrund. Dann ging es 100 Jahre voraus ins Jahr 1819, als das Gesamtwerk der gesammelten Grausamkeiten der Gebrüder Grimm erschien. Aber kein Märchen dieser Zeit, sondern eine ‚sozialistische‘ Adaption vom Kollegen Rumpelstilzchen wurde zu Gehör gebracht. Blutrünstig ging es mit einer Geschichte zum Thema Seitensprung weiter, die aus einer Literaturwerkstatt stammte. Der nächste Referent knüpfte mit seinem Albtraum zu einem Kriegsbildnis an, den er als Jugendlicher hatte. Ein weiterer Albtraum folgte, in dem der Erzähler mit einer bekannten Politikerin in einer MRT-Röhre steckte. Zurück ging es ins Jahr 1955, als das Herzschlagfinale der Friedensfahrt von Karl-Marx-Stadt nach Leipzig im Bruno-Plache-Stadion stattfand. Eine Buchvorstellung und -empfehlung (oder auch nicht) gab es zum Buch ‚Unterleuten‘ von Juli Zeh. Wenn man die ‚größere‘ Hälfte des Lebens hinter sich hat, kommen einem Gedanken, sich künftig nur noch aufs Wesentliche zu beschränken, da nicht mehr viel Zeit bleibt. Diese Geschichte eines brasilianischen Musikwissenschaftlers wurde vorgelesen. Das Außergewöhnliche regt zu Geschichten an. Einen Tag unverhofft frei zu haben, war Anlass für eine solche. Ziel war der Brocken, der sich 300 Tage im Jahr in Nebel hüllt, an diesem Tag aber im Sonnenlicht erstrahlte. Da es der 12. August war, durfte natürlich eine Geschichte mit DDR-Bezug nicht fehlen. Diese handelte von einem Mann, der nie in der neuen Zeit angekommen ist, weil er im Geiste immer noch vor 1989 lebt. Als IM enttarnt, macht er sich seine Gedanken zum Unterschied zwischen Denken und Handeln der Menschen früher und heute.

Diese bunte Mischung trug uns durch zwei interessante, kurzweilige Stunden, die wie immer mit dem Leid und Freud der letzten Zeit endeten. Wir freuen uns auf den 9. September.



Uwe Bismark


 
 

Letztmalig im Frühling

Wegen des Pfingstmontags musste der Literaturstammtisch im Juni mal ausnahmsweise am 3. Montag stattfinden. Das tat dem Ganzen keinen Abbruch, gab es doch unseren Treff an einem historischen Tag. Auf den Tag genau vor 66 Jahren geschah der Volksaufstand in der ehemaligen DDR.

Der erste Beitrag hob dann auch darauf ab, da eine Teilnehmerin in ihren persönlichen Erinnerungen kramte und vom Vater erzählte, der an diesem Tag viel früher von der Arbeit kam, weil gestreikt wurde und er davor warnte, auf die Straße zu gehen. Daraufhin kam es zu einer sehr angeregten Diskussion über die historischen Ursachen und Folgen der Ereignisse. Ein anderer wichtiger Tag im Jahresverlauf ist der 1. Juni, Internationaler Kindertag. Der sollte doch aus Kindersicht ein richtiger Feiertag werden, wie ein anderer Teilnehmer hervorhob. Auch auf die Geschichte gesehen gab es einen Beitrag über Marcel Reich-Ranicki, der einmal einen Werkekanon der 20 wichtigsten Romane der deutschen Literatur aufstellte. Dem stellte der Leser sein privates Ranking gegenüber. Ein weiterer Beitrag war auch sehr persönlich, der Bericht zum ersten Besuch des größten ostdeutschen Freizeitparks. Was die Frau für einen Mann bedeuten kann, vor allem, wenn sie etwas vollkommen falsch versteht, beschrieb der Text unseres Büttenredners. Künstlerisch wurde es in einem Text und den Erzählungen über die Geschichte der Künstlerkolonie Worpswede bei Bremen. Clara und ihre starke Männeraffinität waren Gegenstand einer weiteren Erzählung. Den Abschluss machten zwei Kurzgeschichten, die zum einen von den neuen Medien berichteten und zum zweiten von den Segnungen eines Enkelkindes.

Dann gab es traditionell Freud und Leid der Teilnehmer und das Versprechen, zum nächsten Stammtisch wiederzukommen.



Uwe Bismark


 
 

… gesucht wird der „Montag-Donnerstag-Täter“

Das wäre früher nicht passiert, da gab es die guten „alten“ Stoffwindeln, die ausgekocht und dann wieder verwendet wurden!
In unserer Wegwerfzeit schaffen es einige Zeitgenossen  leider nicht, ihre Hinterlassenschaften, zu der auch volle Windeln gehören, ordnungsgemäß im eigenen Hausmüll zu entsorgen, sondern diese „flattern“ mit konstanter Regelmäßigkeit, jeden Montag und Donnerstag, in die Unterführung an der Bibliothek zur „Freude“ unserer Bauhofmitarbeiter!
Wir möchten  an dieser Stelle an die Vernunft aller und speziell jener o.g. Mitbürger appellieren, den eigenen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen und nicht noch andere Mitmenschen damit zu belasten!

Ihre GV Borsdorf


 
 

Der Maistammtisch im Rückblick

Auch im Mai war der 2. Montag wieder den Texten gewidmet. 11 Interessierte an Wort und Schrift trafen sich in der Gemeindebibliothek, lasen sich ihre selbstverfassten oder auch Fremdtexte vor und sprachen anschließend darüber.

Heute gingen unsere Texte und deren Gedankengänge bis zu den Anfängen der Menschheit zurück. Auslöser dafür war ein Beitrag, der den Muttertag thematisierte und die Frage aufwarf, warum denn Frauen, die trotz eines Anteils von 50% der Bevölkerung immer noch weit hinter den Männern herhinken. Wann hat diese Entwicklung angefangen? In der Urgesellschaft? Weiter im Thema griff ein Text den Sinn und Unsinn der gendergerechten Sprache aus Sicht eines Sprachwissenschaftlers auf. Warum sind Autos männlich, aber Motorräder weiblich? Warum Bäume weiblich, aber Gesteine männlich? Das grammatische Geschlecht hat eben mit dem natürlichen nichts zu tun. Lokalkolorit kam bei der Verbindung der Leipziger Disputation zum Thema Religion vor 500 Jahren und Leipzigs berühmtesten Baulochs am Petersbogen zustande. Dort entsteht nämlich ein neues Hotel, das an seiner Fassade wichtige Vertreter dieser Zeit tragen wird, was den Teilnehmer zu dieser Recherche angeregt hat. Zwischenmenschliche Beziehungen war ein weiteres großes Themenfeld. Dieses reichte von einer durch Kitsch und Liebe dominierten Wiederbegegnung zweier Menschen, an dessen Ende ein Heiratsantrag stand, der aber irgendwie nicht die gewollte Wirkung zeitigte. In der dritten Folge der Geschichte um das Kuckuckskind kam es zu teilweise blutrünstigen Phantasien, die zum Glück aber nur theoretisch blieben. Die Praxis zeigte dagegen die ausgedachte Geschichte eines Scharfrichters, der, in Gedanken an seine verstorbene Frau versunken, über seine unselige Arbeit sinniert und dass er sie an seine Söhne weitervererben wird. Angeregt wurde dieser Text von Büchern und Bildern zum Thema, die von Nachbarn und Freunden zugetragen wurden. So entstehen neue Texte, so wirkt Kreativität. So wie beim Text, bei dem der Hauptmann von Köpenick Pate stand und der Verfasser sich vorstellte, der Hauptmann von Connewitz zu sein und was er besser machen würde in diesem Amt, um der Stadt wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Ein Zeitzeuge berichtete aus seiner Kindheit im und kurz nach dem Krieg. Abschluss machte ein sehr persönlicher Text zur Beerdigung der Mutter und eine kurze Abhandlung über die Gier.

Bis zum nächsten Treffen wird es wegen Pfingsten erst in fünf Wochen, also am 17.06.2019,  kommen, aber dennoch freuen sich alle darauf.




Uwe Bismark


 
 

Literaturrunde im Frühjahr

Wie jeden 2. Montag im Monat trafen sich Texteschreiber, Literaturinteressierte oder nur Zuhörer von Texten zum Stammtisch. Es war der erste im offiziellen Frühling und gleichzeitig der 2. Geburtstag der Reihe. Im April 2017 begann alles mit drei Mann, und dieses Mal durfte ich 13 Gäste begrüßen.

Ein Teilnehmer berichtete von der großen Geschichte der ‚Vermessung der Erde‘ und deren Gestaltung in Landkarten und Globen und legte damit einen Grundstein für zwei weitere Texte, die mit dem Reisen zu tun hatten. Zum einen ein Essay darüber, ob man reist, weil man sich bilden will oder gebildet wird, weil man reist. Beides scheint richtig zu sein. Der zweite Reisetext bestand aus sehr persönlichen, nicht immer ganz ironiefreien Ansichten aus der eigenen Erfahrung einer Busreise nach Sizilien und den ‚Urlaubsprofis‘. Sehr persönlich waren die dann folgenden Texte mit gut auf den Punkt gebrachten kurzen Ansichten zum Kindertag in der DDR, der so gar nicht kindgemäß, weil militaristisch angehaucht, war und den Gedanken über die Geburt eines Kindes Anfang der 80er Jahre. Zu diesem Themenkomplex gehörten einige Gedichte wie das über den Sonnenaufgang und seiner Funktion im Tageslauf, eines über das Leid der Liebe, ein weiteres über menschliche Gefühle und den Parallelen in der Natur, der zweite Teil der Geschichte über ein Kuckuckskind und die Erfahrungen eines ehemaligen Mitarbeiters eines Vereins, der die Resozialisierung von Strafgefangenen vorantrieb. Wie man denn nun eine gute Kurzgeschichte schreibt, wurde in der Fortsetzung des letzten Treffens anhand der Erzählung über ein Mädchen namens Anna exerziert. Eine Rezension eines ganz furchtbaren Buches wurde zu Gehör gebracht, gefolgt von den Schilderungen des berühmten Theodor Fontane, der in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts als etwa 10- Jähriger Zeuge einer öffentlichen Hinrichtung im damaligen Stettin wurde. Den Abschluss bildete ein witziges Gedicht über einen Bürokraten, der drei Wünsche der Fliegenfee frei hat, weil er eine Fliege während der Arbeit nicht erschlägt. Sein dritter Wunsch, nie wieder arbeiten zu müssen, ließ ihn prompt im Büro aufwachen.

Alle Teilnehmer erzählten in einem sehr bunt gemischten Reigen über ihren persönlichen Ärger und die Freude der letzten Zeit und versprachen einander, sich am 13. Mai zum nächsten Stammtisch wieder einzufinden.
Bis dahin viele gute Ideen für kluge Texte



Uwe Bismark


 
 

Neues vom Literaturstammtisch

Schon wieder waren vier Wochen vorbei und 10 Teilnehmer des Literaturstammtisches trafen sich wie an jedem 2. Montag des Monats.

Es gab wie meist keine Themenvorgaben, und so war wieder ein bunter Mix unterschied-lichster Texte zu hören. Schönes, Lustiges, Belehrendes, Nachdenkliches, Ehrendes, Augenzwinkerndes, Gereimtes, Geschichtliches – von allem war etwas dabei.

Wir hörten Informatives zu Wilhelm Ostwald und seinen vielen Talenten, sowie Ansichten von Prof. Elmar Schenkel zur Albertina, der wunderschön restaurierten Bibliothek der Universität Leipzig, die er als magischen Ort mit schier unglaublichen Massen an ungelesenen Büchern beschreibt. Eine Buchempfehlung entführte uns in eine Familiengeschichte aus Mariupol in der heutigen Ukraine vom zweiten Weltkrieg bis in die Neuzeit. Eine Karnevalsrede beschrieb den Fehler im Lesen der Werbung für eine Kreuzfahrt, wenn man statt Neuseenland Neuseeland liest und dann zwei Koffer zu viel packt, da man für eine Fahrt über das Schkeuditzer, Hermsdorfer bis hin zum Connewitzer Kreuz eben nur einen Tag braucht. Ein Gedicht aus der Jugendzeit als Anklage an den damaligen amerikanischen Präsidenten beschrieb ebenso die Vergangenheit wie die kritischen Gedichte über den ungarischen Edelmann Pal Pato von Sandor Petöfi, der 1849 mit nur 26 Jahren im Kampf gegen die Habsburger starb. Auch in die Vergangenheit ging eine ausgedachte, aber sehr ausdrucksstarke Geschichte eines Mannes, der 1984 an seine Geliebte im Jahr 1946 denkt. Aus einer selbst erlebten Kurzgeschichte zum Irrsinn der typisch deutschen Gesetzgebung war zu erfahren, warum man in bestimmten Apotheken Medizin in Papiertüten verkaufen muss, statt Verpackungsmüll einzusparen. Ein Besuch des neuen Panoramas ‚Carolas Garten‘ von Yadegar Assisi wurde detailliert beschrieben und wir erfuhren, welche Zutaten man für eine gute Geschichte braucht, von denen wir heute viele hörten.

Mit dem Versprechen, am 8. April zum ersten Frühlingsstammtisch wiederzukommen verabschiedeten wir uns nach unseren Freuden und Ärgernissen der letzten Zeit nach über zwei sehr unterhaltsamen Stunden.

Uwe Bismark



 
 

Glücksumstände

Zum Glück sind wir alle anders, und das ist gut so. So verschieden wir sind, so unterschiedlich waren auch die Beiträge zum 21. Literaturstammtisch, der als „Themenabend Glück“ ausge-schrieben war.

Glückssymbole wie Schweine, Pfennige oder Hufeisen kamen genauso zur Sprache wie das Glück in all seinen Schattierungen im Leben. Gedichte, Geschichten, eine Büttenrede und auch Witze erzählten vom Glück. Wir spannten den großen Bogen vom kleinen Familienglück, der glücklichen Kinderwelt mit der Unwichtigkeit des Drecks an der Kleidung, dem Glück, das man erst nach vielen Jahren als solches entdeckt bis hin zum Glücksfall der ersten Mondlandung vor fast 50 Jahren. Wieder zurück auf der Erde bekamen Philosophen das Wort, aber auch der Zufall war dabei. Wir erfuhren, dass von 40 europäischen Staaten nur fünf das Wort Glück in der Nationalhymne haben und seit wann der Spruch ‚Glück auf‘ existiert.

Glück im Kleinen, wie die regelmäßige Teilnahme am Literaturzirkel oder der mitgebrachte Apfel und Hustenbonbon für alle, wie auch im Großen, dass wir seit über 70 Jahren in Frieden leben, umfassten unseren Themenabend. Wie gewohnt beendeten wir unsere Runde mit dem Freud und Leid der Woche.

Vielen Dank an die Teilnehmer. Ein Wiedersehen wird es am 11. März und danach wieder am 8. April 2019 jeweils um 19.00 Uhr in der Gemeindebibliothek geben.

Uwe Bismark


 
 

SIEGELMARKEN – ein besonderes Zeitdokument

Vor hundert Jahren endete die Monarchie in Sachsen und der sächs. König Friedrich August III. dankte am 13.Novbember 1918 in Dresden ab. Die politische Ordnung änderte sich radikal. So wurden auch die wunderbar gestalteten Siegelmarken Geschichte und das „KÖNIGLICH“, wie bei vielen Marken nach 1918, hier als Beispiel die Siegelmarke des Statistischen Landesamtes, einfach durchgestrichen. Sämtliche Stempel, Siegel und natürlich auch die Siegelmarken „sind unter dem 14.04.19 außer Kraft gesetzt“. Aus Sparsamkeitsgründen wurden sie dennoch so lange genutzt, bis sie aufgebraucht waren!

1. Bild

Etwa um 1850 kamen Siegelmarken in Gebrauch und lösten allmählich die umständlichen Echtsiegel ab. Als das Briefkuvert erfunden wurde, etwa im Laufe des ersten Weltkrieges, wurde die Siegelmarke als Briefverschluss nicht mehr benötigt und kamen nach und nach in Wegfall.

2.-6. Bild

Die repräsentative hellgrüne Siegelmarke des Königl. Sächs. Standesamtes Borsdorf mit dem gekrönten Sachsenwappen gehört zu meiner Lieblingsmarke, auch wenn die dunkelgrüne „Bürgermeistermarke“ mit Apfelbaum, auf die örtliche Geschichte bezugnehmend, an nichts nachsteht. Nach der Reichsgründung am 18. Januar 1871 entsteht auch ein Standesamt in Borsdorf. Bei der grünen Gemeindemarke Borsdorf mit Stern ist die Jahreszahl 1884 als postalisch gelaufen nachgewiesen! Auch der Gemeinderat hat unterschiedlich farbige Marken und Gestaltungsformen. Hierbei fällt die unterschiedliche Schreibweise auf, in dem das „TH“ bei der Siegelmarke für den Gemeinderat nach der Rechtschreibreform von 1895 wegfällt!

7.-10. Bild

Auch die heutigen Ortsteile Panitzsch und Zweenfurth, damals eigenständige Gemeinden, haben Marken, die jeweils sich durch ihre Vielfalt und Schönheit gleichberechtigt präsentieren, auch wenn Panitzsch zur Amtshauptmannschaft Leipzig und Zweenfurth nach Grimma gehört.

Für die Bereitstellung der Siegelmarken aus seiner Sammlung danke ich Ortshistoriker Herrn Lorenz Uhlmann aus Borsdorf.

Mathias Bräuer, Machern

Fortsetzung folgt!


 
 
 
 

Prosit 2019

Der Literaturstammtisch Borsdorf traf sich am 14.1.2019 zum ersten Mal im neuen Jahr. Der Termin hatte mit 13 Teilnehmern eine Rekordbeteiligung, darunter zwei Neuzugänge.

Zwei große Themen durchzogen die vorgetragenen Texte – die Künste und Erinnerungen.

Kennt jemand den Maler Hugo Oehmichen? Geboren in Borsdorf wurde er Schüler und später Vertreter der Düsseldorfer Schule. Vorgestellt wurde ein kleiner Teil seines Schaffens anhand zweier Texte und zweier mitgebrachter Bilder durch einen Teilnehmer flankiert von unserem Borsdorfer Heimatforscher und damit gab es einen neuen Akzent für unsere Literaturgruppe. Übrigens ist dieser Maler ein Vorfahr des Gründers der Augsburger Puppenkiste, Walter Oehmichen. Weiter ging es mit der Musik und dem berühmten Borsdorfer Trompeter Wilfried Grusch. Dieser gastierte als ein in der Welt herumziehender Musiker in verschiedensten Engagements, unter anderem auch im Zirkus. Gerhard Schöne ist auch als Musiker bekannt, diesmal aber stand er zum Thema Glück als Pate. Zum zweiten Mal gab es auch eine Kostprobe aus dem Kunstband ‚Einübung ins Paradies‘, die von einem Mann und seiner Jahreskarte für den Berliner Tierpark handelte.

Zum zweiten Themenkomplex hörten wir eine Geschichte aus dem Kriegs- und Hungerwinter 1915 mit einer Taufe und anschließendem Verzehr von verstecktem Likör und Festschmaus von Braten, von dem Herr Pfarrer noch einiges mit nach Hause bekam. Ein weiterer Teilnehmer berichtete von seiner Kindheit in Ostenhausen, einem fiktiven, aber stellvertretend stehenden Dorf in der DDR der 60er Jahre. Silvester ohne Silvesterfeuerwerk war das Thema einer regelmäßigen Stammtischteilnehmerin. Nicht nur das, sondern auch manchmal Feiern ohne Essen vom Buffet und Erstaunen über den Tanzstil wurden beschrieben. Eine vollkommen fiktive Geschichte, Teil eines sehr umfangreichen Romans, wurde ebenfalls zu Gehör gebracht. Hier ging es um einen Mann, der mit seiner eigenen Vergangenheit in Berührung kommt und dann seine Erinnerungen aktiviert werden.

Traditionell beschlossen Freud und Leid aller Teilnehmer nach über zwei Stunden den interessanten Abend. Mit dem Hinweis auf den nächsten Stammtisch am 11. Februar und seinem Thema ‚Glück‘ verabschiedete ich die Gruppe.


Uwe Bismark


 
 

Der letzte Literaturstammtisch 2018:
„Es weihnachtet ein bisschen und anderes“


Dezemberstammtisch bedeutet Fazit, Innehalten und Ausblick. Von alledem war was dabei. Ob nun die Zeilen zum verlorengegangenen Weihnachtsgedanken oder das ‚feierliche‘ Adventsgedicht von Loriot. Ob ein Jahresbrief für die jahrzehntealte Freundesschar oder die „10 Geheimnisse des Glücks“. Ob ein Aufsatz von vor 45 Jahren zu einem Bild von Velasquez oder der große Brückenschlag zum 500. Thronjubiläum von König Karl V. Ob der Rückblick einer Ehefrau auf das Hobby des Mannes oder das neue Auto mit seinen vielen Neuerungen. Ob die erfundene Geschichte über einen erfundenen Traumort der Jugend oder die Gedanken eines Jugendlichen über seine Pubertät. Sehr breit gefächert und doch so nah beieinander waren die Texte der Teilnehmer, die sich alle wieder auf den nächsten Treff am 14. Januar 2019 freuen. Dann fehlen zwar die Plätzchen und die Wichtelgeschenke, aber dafür gibt es wieder neue Texte.

Uwe Bismark


 
 

Unser Klangspiel ist da!

Das avisierte Klangspiel ist seit Mittwoch (28.11.2018)  auf dem Marktplatz, auf einem Granitsockel postiert, installiert .
Die erzeugten Töne kommen aus 2 Lautsprecherkästen, die innerhalb der unmittelbar umstehenden Sitzbänke eingelassen sind.

Konzept:
Die Sonnenuhr als Thema.
Zeit steht im kausalen Zusammenhang zum Kreisen der Planeten um die Sonne. Viele Sonnenuhren sind zusätzlich mit Ringen zur Symbolisierung der Laufbahn ausgestaltet.
Das Objekt zeigt symbolisch das Kreisen der Planeten in Form von Ringen. Mehrere dieser Ringe sind ineinander verwoben. Diese Konstruktion ist auf einem Granitsockel montiert. Auf den Schattenzeiger wird verzichtet, da es sich hier nicht wirklich um eine optische Zeitanzeige handelt.
Unter der Oberfläche des Sockels befinden sich diverse Sensoren. Wenn man mit der Hand die symbolisierte Kugel hineingreift kann man durch Bewegung verschiedene Klänge auslösen. Aller 10 Minuten wechselt der Charakter der Klänge. Das würde vor allem gut funktionieren, wenn  man zum  wiederholten Male das Objekt benutzt. So kommen beispielsweise Geigenklänge, Orgelklänge und Bachklänge, welche alle dem Grundcharakter sphärischer Klänge folgen.
Der Reiz des Objektes ist die Interaktivität. Man stellt Vergleiche zu einer Glaskugel an, in die man auf unerklärliche Weise hinein fassen kann. Da der akustische Effekt von außen nicht sichtbar ist, kommt es zum Überraschungsmoment beim Auslösen der Klänge im Inneren der Konstruktion.

 
 

Rudolf Priemer in Borsdorf                         

Zur Herbstveranstaltung des Heimatvereins Borsdorf und Zweenfurth e.V. konnten wir im zweiten Teil der Versammlung Volkskundler Priemer aus Grimma begrüßen.
                                                   
Ob damals, als ehemaliges Redaktionskollegiumsmitglied für den Kreis Grimma des Rundblick`s, der ehemaligen Heimatzeitschrift des Kulturbundes in der DDR, bis hin zum aktuell in der LVZ über zwei Teile gehenden Beitrag über den Dreißigjährigen Krieg in unserer Heimat, sind seine Texte hoch interessant geschrieben und immer lesenswert.

Der Dia-Abend stellte die Lehmbauten unserer Heimat in den Vordergrund. Mit dem Diorama „Alt-Borsdorf“ von Matthias Schütze aus Zweenfurth war es leicht, historische Bauten wie Spittel, Spritzenhaus, Taubenhaus, „Plumpe“ und die großen Bauerngehöfte im Zentrum des Dorfes zu entdecken.
Die beiden Lehmgruben, bis 1835 gemeinschaftliches Eigentum, waren das Baustofflager für all die aufgezählten Bauten. Bei guter Pflege der Außenhaut war eine Lebensdauer der Gebäude von 300 Jahren keine Seltenheit!
Im Anschluss gab es noch viele interessante Gespräche von Heimatfreunden, die die Chance nutzten, mit dem „Heimatlexikon des Muldentales“ ein Wort zu wechseln.

Seine Schlussworte waren: „Erzählt es euren Kindern und Enkelkindern, was für einen Kulturschatz unsere Heimat bereit hält!“

(Bild und Tex:Mathias Bräuer)


 
 

Aufgrund bevorstehender baulicher Veränderungen an der Feuerwehr Zweenfurth muss der Postbriefkasten am bisherigen Standort weichen. Die Deutsche Post hat einen Briefkasten in der Straße „Großer Weg“, Höhe Bushaltestelle, neu installiert.

 
 

Der "Grüne Winkel" sucht Pächter

 
 

Der Bauhof informiert

Das Sturmtief „Friederike“ raste im Frühjahr 2018 mit orkanartigen Böen von 120 bis 145 km/h auch durch Panitzsch und riss in der Borsdorfer Straße/Ecke Graupner-gegenüber dem alten Konsum/ heute Fa. ABT die Bushaltestelle einfach mit sich fort…
Viel Zeit ist seitdem vergangen, und die Warterei hat sich gelohnt:
Seit heute haben wir dort eine wunderbare neue Bushaltestelle installiert, in der die Fahrgäste bequem auf den nächsten Bus warten können und sich gleichzeitig vor schlechtem Wetter…was ja jetzt offensichtlich wieder im Anmarsch ist… schützen können!

Vorher:     …bevor sie sich aufmachte…

Nachher:  
Die Firma LKM legt noch letzte Hand an, um die restlichen Pflasterarbeiten rund um die neue Bushaltestelle abzuschließen, nachdem die Fa. Repro-Bau das Fundament erstellt hatte.


 
 

Borsdorf „ertrinkt“ im Laub – gut, dass wir den Bauhof haben

Wie in jedem Jahr, beschäftigen uns wieder riesige Laubberge, die die vielen Bäume Borsdorf`s „abschmeißen“ (und das immer wieder und zu jeder Zeit).
Gut, dass wir den Bauhof haben, der unermüdlich jeden Tag die Initiative ergreift und sich u.a. der Laubbeseitigung widmet.

An dieser Stelle wollen wir uns auch wieder einmal ganz herzlich bedanken bei allen Anwohnern, die freiwillig die Laubharke ergreifen und alles schon für die Abholung zusammenkehren und somit für den Bauhof „mundgerecht“ vorbereiten!

Liebe freiwilligen Helfer, wir möchten nur um zwei kleine Dinge bitten:

  • das zusammengekehrte Laub bitte nicht in Plastesäcke füllen

  • und, wenn möglich, vor dem eigenen Grundstück alles in maximal ein bis zwei Laubhaufen zusammenharken, ansonsten ist der Bauhofmitarbeiter hauptsächlich damit beschäftigt, aus dem Auto aus-und einzusteigen




Vielen Dank, Ihre GV Borsdorf und der Bauhof in Borsdorf


 
 

Zu Wasser, zu Lande und in der Luft

Ausnahmsweise traf sich der Literaturstammtisch Oktober statt am zweiten dieses Mal am dritten Montag im Monat. Es war aber nicht weniger spannend. Außerdem konnte ich wieder zwei neue Gäste begrüßen. Die vorgetragenen Texte hatten dieses Mal viel mit Fortbewegung zu tun. Wir erfuhren, wie die Kartoffel nach Polen kam, die Segelfliegerei am Schwarzen Berg in Taucha war ein Thema, eine Geschichte aus dem prallen Leben erzählte von Dickschiffen, die sich nach und nach weder als Schiffe, noch als dicke Autos, sondern als überdimensionierte Kinderwagen entpuppten. Die Gefahren für einen Segler wurden beschrieben, und es gab eine Rezension zu einem Buch, in dem der Autor aus seinem Leben als zweimal Verstorbener berichtete. Darüber hinaus verarbeitete eine Teilnehmerin das Gespräch mit ihrem Enkel über die Erlebnisse in einem Pflegeheim, wo sich die Menschen eben in nur noch ganz kleinen Kreisen bewegen, bis hin zu einer erfundenen Geschichte über einen Baum im Park, der sich gar nicht mehr bewegt. Den Abschluss der Erzählungen bildete ein Missgeschick über eine ungewollte Bewegung, nämlich das versehentliche Absenden einer E-Mail durch Drücken des ‚Senden‘-Knopfes. Traditionell sprachen schlussendlich alle von Ärgernissen und Freuden der Woche, wobei die Freuden in diesen manchmal freudlosen Zeiten aber überwogen. Mit diesem Optimismus entließ ich die Teilnehmer in der Hoffnung, dass wir uns alle am 12. November wiedersehen.
Bis dahin, bleiben Sie schreib- und lesefreudig!

Uwe Bismark


 
 
 
 

Der Bildband zum Ortsjubiläum ist ausverkauft – die Nachauflage erscheint im Oktober

Die 750-Jahr-Feier von Borsdorf und Panitzsch ist seit mehr als einem Jahr Geschichte. In Wort und Bild kann dieses Ereignis nacherleben, wer den liebevoll gestalteten Band „Die 750-Jahr-Feier in Bildern” aufschlägt.
Nach nur vier Wochen ist die erste Auflage bereits vergriffen. Eine zweite Auflage soll in der zweiten Oktoberhälfte erscheinen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sein/e Exemplar/e möglichst bald bestellen. Und Weihnachten naht mit Riesenschritten. Da könnte doch der Bildband „Die 750-Jahr-Feier in Bildern” auch ein tolles Geschenk für Freunde, Bekannte, Geschäftspartner und alle anderen Leute sein.
Interesse? Dann wenden Sie sich an

Olaf Bendrat, Panitzsch, Sehliser Straße 4
E-Mail: olaf.bendrat@t-online.de
Tel.: 034291 38690



 
 

Hallo, wir sind 50 Jahre!!!
 
Im September 1968 wurde unter Leitung der damaligen Sportlehrerin, Frau Zeitschel, die Gymnastikgruppe, unter Schirmherrschaft des SV Panitzsch, gegründet.
Sie fungierte auch gleichzeitig als Übungsleiterin.
Zunächst bestand die Gruppe aus 15 sportwilligen Frauen, die ihre Übungsstunden im Turnraum der alten Schule Panitzsch, in der Hauptstraße 10, absolvierten.
Vielleicht können sich einige noch daran erinnern?! Bewegt hat man sich nach den Rhythmen, die uns Herr Thümmler auf seinem Akkordeon darbot.
Alle sehnten den lustigen Mittwoch herbei.
1985 dann erfolgte der Umzug in die neu errichtete Turnhalle, 10 Jahre hat man uns hier mit dem Neubau auf „die Folter gespannt“ (was lange währt, wird gut…ein Schelm, der sich in der heutigen Zeit irgendwie an den BER Flughafen erinnert fühlt…).
Aber schön wurde sie und zog somit immer weitere neue Mitglieder in den Verein, auch in unsere Gymnastikgruppe. Mit heutigem Stand sind es immerhin 50 Sportbegeisterte!

Unsere unermüdliche Frau Zeitschel ging 1986 in den wohlverdienten Ruhestand,  hörte nach den Sommerferien dann komplett auf und übergab ihr Amt an Frau Goldmann, die uns bis Dezember 2017 trainierte, motivierte und immer wieder mit gutem Beispiel voranging.

Unsere gegenwärtige Übungsleiterin, Frau Weber, ging aus den eigenen Reihen hervor.
Wir sind uns sicher, dass wir noch ganz lange unseren Sport  betreiben können und somit noch viele schöne Stunden gemeinsam verbringen werden…ob beim „Sporten“ mittwochs 19:30 Uhr , bei Faschingsveranstaltungen, Radtouren oder der jährlichen obligatorischen Weihnachtsfeier.
Es ist in 50 Jahren ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden, was keiner von uns mehr missen möchte!
Vielen Dank an die Organisatoren!

Die Panitzscher Gymnastikgruppe      
                                        

Sport frei !!!

 
 

Was passiert beim Literaturstammtisch in Borsdorf eigentlich?    
(von Hanna Gerwig)

„Jeden Monat lesen Hobbyautoren aus der Region“

Wenn Monika Seifert mit der S-Bahn fährt, sieht sie sich ihre Mitreisenden ganz genau an. „Ich zähle dann immer,  wie viele Leute noch ein Buch lesen – und wie viele nur das Handy in der Hand haben“, sagt sie. Dass der Anteil der zweiten Gruppe immer größer wird, macht sie ein wenig wehmütig. Frau Seifert ist fast 70 Jahre alt und Rentnerin, früher arbeitete sie bei der Post.
Sie liebt das geschriebene Wort, deshalb besucht sie auch einmal im Monat den Literaturstammtisch  in ihrem Heimatort Borsdorf.

Bevor sie auf die Anzeige des Treffs aufmerksam wird, sitzt sie oft allein in ihrem „stillen Kämmerlein“, um dort ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. „Eigentlich nur für mich und meine Familie“, sagt sie. Dass ihre Erzählungen auch anderen gefallen, ist eine der positiven Erfahrungen, die sie mit dem Stammtisch gemacht hat.

Die Teilnehmer treffen sich jeden zweiten Montag im Monat um 19 Uhr in der Gemeindebibliothek. Ins Leben gerufen hat den Stammtisch 2017 Uwe Bismark, der selbst schon mehrere Bücher geschrieben und zum Teil veröffentlicht hat. „Ein Leben ohne das geschriebene Wort ist für mich undenkbar“, erklärt er seine Motivation für die ehrenamtliche Arbeit. Mit dem Stammtisch hat er einen Ort geschaffen, an dem sich Hobbyautoren mit Gleichgesinnten austauschen und über eigene und fremde Werke diskutieren können. Unterstützt wird er dabei auch von Borsdorfs Bürgermeister Ludwig Martin. Momentan arbeitet die Gruppe an einem öffentlichen Bücherschrank. Dort sollen gebrauchte Bücher den Besitzer wechseln können.

Meist sei es eine recht stabile Gruppe von acht bis zehn Teilnehmern ganz verschieden Alters, die da zusammen kommen, erzählt Uwe Bismark. Erstaunlich genug für so einen kleinen Ort wie Borsdorf. Darüber hinaus gäbe es sogar Zulauf aus Taucha, Waldsteinberg, Machern und Eilenburg. Wenn es kein übergreifendes Motto gibt, sind die Texte bunt gemischt. Da kann ein Gedicht auf eine Büttenrede folgen, darauf ein Auszug aus einem Krimi. Monika Seifert gefällt gerade diese offene Atmosphäre. “Es gibt unter uns eigentlich keine Berührungsängste“, sagt sie. Sie freue sich immer, wenn der Monat endlich rum sei und das nächste Treffen anstehe. Auf den nächsten Stammtisch muss sie allerdings noch warten. Erst am 15. Oktober kommt die Gruppe um Uwe Bismark zusammen.

Neue Teilnehmer sind willkommen und können sich unter 034291 22800 oder uwebismark@gmx.de anmelden.                                           

 
 
 
 

Die Parkbühne Panitzsch lebt    

Noch am Freitag war die Parkbühne vereinsamt und die picknickenden Pilgerer vom Jacobsweg staunten als Mitglieder des Vereins Panitzsch(er)leben – gestern-heute-morgen e.V. die Bühne inspizierten. Der Himmel war wolkenverhangen und so fiel die Entscheidung:  Die Generalprobe für die Sommernacht am 25. August 2018 findet in der Grundschule statt und auch die für Samstag geplante Filmvorführung.
Doch es ist wie so oft – Samstagmorgen die Wetter-Apps verheißen einen schönen Tag und es wird umgeplant – alle Darbietungen zur Sommernacht finden auf der Parkbühne statt und los geht’s mit dem Aufbau. An einem sonst so verträumten Ort entsteht ein Gewusel – die Bühne und die Filmleinwand werden aufgebaut, der Strom gelegt, die Buden finden ihren richtigen Platz, Biertischgarnituren werden aufgestellt, die Tischdeko liebevoll in Szene gebracht und – der Bierwagen und der Grill sind einsatzbereit, die  Technik aufgebaut. Die Freunde der Feuerwehrhistorik erklimmen die Bäume und zaubern mit ihrer Beleuchtung gemütliche Sommernachts-atmosphäre.
Und dann der spannende Moment: Wird diese Veranstaltung angenommen?  
Ja, die Parkbühne lebt und bebt an diesem Abend. Über 300 Besucher erfreuten sich an einem bunten Programm – mit Musik, Spaß und Informationen. Erna eröffnet mit dem neusten Klatsch und informiert auf ihre charmante Art, dass in Panitzsch ja mächtig was los ist.  Das für Insider bekannte SEP-Trio (Sylvia, Evelyn und Peter) entdecken im Koffer Interessantes zur Parkbühnengeschichte. So erfahren die Besucher, dass die Parkbühne mit dem Eiskeller auf der Liste der sächsischen Kulturdenkmäler steht, es an dieser Stelle mal einen Zoo gab und „alle Panitzscher Kinder- früher und heut-, hamm sich am geheimnisvollen Keller erfreut, denn hinter der Bühne war`s spannend und mysteriös, ganz vorsichtig wurde die Höhle erkundet ohne Gedöns.“  
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Harry Künzel. Der 86-jährige erzählte im Interview, wie er 1958 mit dem Männerchor Taucha und Panitzsch als Dirigent auf dieser Bühne gestanden hat und das eigentlich  Dr. Margarete Blank seine musikalische Ader entdeckte. Anschließend begeisterte er noch mit seiner Musik.  Musik begleitet die Besucher durch den ganzen Abend – mit Paulin Fisch am  Klavier, der Panitzsch(er)leben Liedertafel mit neuen und wohlbekannten Liedern zum hören und mitsingen oder auch mit den Bee GEEs im Film Saturday Night Fever.
Besonders viel wurde beim Märchen „Rotkäppchen“ gelacht. Die Vereinsmitglieder interpretierten dieses Märchen neu und gaben  den einzelnen Figuren durchaus neue liebenswerte, freche Charaktere. Der abschließende Gastauftritt eines Schlagerstars lies alle mit einstimmen: „Ein bisschen Spaß muss sein“.
Viele ältere Besucher erzählten immer wieder, was sie schon alles an der Parkbühne erlebten, dass sie sogar schon selbst darauf standen und wie toll es doch ist, sich wieder hier an diesem Ort  zu begegnen und miteinander  zu  feiern. Besonderes Interesse weckten die Fotos, worauf so mancher Panitzscher einen seiner Vorfahren entdeckte. Gerd Graupner erinnert sich an viele Auftritte der Liedertafel auf der Parkbühne und freut sich, dass es wieder Veranstaltungen im Ort gibt, wo Jung und Alt, Ur-Panitzscher und Zugezogene gemeinsame schöne Stunden erleben. Er möchte das, entsprechend seiner Möglichkeiten, weiterhin unterstützen und hat sich entschlossen, Mitglied des Vereins Panitzsch(er)leben – gestern-heute-morgen e.V. zu werden.
Das Gelingen der Sommernacht bedurfte jedoch viel mehr.
So waren die Vereinsmitglieder im Bierwagen und am Grill im Dauereinsatz - die Getränkehähne waren immer offen, bei den Bratwürsten musste Nachschub geordert werden und die eigentlich geplanten Pausen mussten leider entfallen. Und auch die Unterstützung durch den Bürgermeister und die Mitarbeiter der Gemeinde Borsdorf sowie den Bauhof und die Unterstützung durch die Firma Winterwork waren  wichtige Bausteine  zum Erfolg und machte vieles erst möglich.
Das einhellige Fazit der Besucher und der Akteure des Abends: „Was für ein Fest. Gerne immer wieder.“

Text: Kerstin Dittrich/Sylvia Bialek; Bilder: Fam. Tätzner

 
 

Erster Herbststammtisch 2018

Am 10. September traf sich wieder der monatliche Literaturstammtisch zum Austausch über Geschriebenes oder Gefundenes.

Da es kein übergreifendes Motto gab, waren die vorgetragenen Texte sehr bunt gemischt, aber nicht weniger interessant. Begonnen wurde mit Gedichten einer Frau, die aufgrund ihrer Krankheit selber nicht mehr in der Lage ist zu schreiben. Wenn man den persönlichen Hinter-grund nicht erfahren hätte, würde man schwerlich herausfinden, wie schlecht es der Verfasserin geht, denn aus den Zeilen spricht eine große Kraft und Laune, verschiedene Themen wie Kinder, Jahreszeiten, Heimat, etc., anzugehen. Dann wurde es philosophisch mit einer Buchneuerscheinung über Ansichten des vorgestellten Autors zur digitalen Revolution und zur Industrie 4.0. Ein Teilnehmer verlas einen Text, der eigentlich schon vor längerer Zeit geschrieben wurde, aber sehr gut in die heutige Zeit passt, und der vom Zusammenleben mit anders Seienden und anders Aussehenden erzählte. Es folgte eine lustige Büttenrede zum Problem Frau und Mann und deren unterschiedliche Interpretationen von Dingen, die im Leben so passieren können, hier das Finden eines Knopfes und dessen mögliche Herkunft. Eine spannende Kurzgeschichte über die allgegenwärtige Umweltzerstörung und Landnahme durch weltweit agierende Konzerne mit offenem Ende für den Protagonisten ließ uns alle grübelnd und fragend zurück und jeder machte sich so seinen Reim darauf, was der Verfasser gemeint haben könnte. Den seit Jahrzehnten geführten, privaten Aufzeichnungen entnahm Verfasserin einen sinnigen Spruch, der vor 20 Jahren als Aufhänger für eine Hochzeitsrede genutzt wurde. Die Ehe hält übrigens bis heute, ob nun wegen oder trotz dieses Spruchs ist nicht bekannt. Der vorletzte Leser gab uns einen Einblick in die Welt des Tatorts, indem er uns eine witzige Geschichte zu den Dreharbeiten des damals noch existierenden Leipziger Ablegers in verschiedenen Locations der Stadt vortrug. Während der häufig wiederholten Aufzeichnungen agierte er als Komparse federballspielend und kam auch mit Kommissar Kain, gespielt von Bernd-Michael Lade, ins private Gespräch. Den Abschluss machte eine augenzwinkernde Betrachtung auf die Teilnehmer einer Kreuzfahrt, die wie Vieles an dem Abend aus eigener Erfahrung entstanden war.

Bevor wir uns trennten, gab es Freud und Leid der Woche, wobei die Freude überwog.

Nach über zwei Stunden verabredeten wir uns zum nächsten Stammtisch, der diesmal ausnahmsweise erst am 15. Oktober, d.h. am dritten Montag stattfinden wird.

Bis dahin, bleiben Sie schreibfreudig!

Uwe Bismark

 
 

Der Sommer ist (fast) vorbei

Nach der Sommerpause im Juli traf sich unser Zirkel wieder am 13. August. Ein historisch bedeutsamer Tag, wurde doch 57 Jahre zuvor die DDR mit dem Bau der Berliner Mauer komplett abgeriegelt. Dieses Ereignis spiegelte sich auch in den Beiträgen der Hobbyautoren wider. Der eine erzählte uns von seinen persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen direkt an dem Tag des Mauerbaus, eine weitere Geschichte verwob Ost-Frau und West-Mann in einer Liebeserzählung während der Zeit der Abschottung. Ein Teilnehmer schilderte die Stuation beim unbeabsichtigten Grenzübertritt in die CSSR und die Situation im Zug während einer Westreise. Ein Gedicht mit dem Titel 'Grenzenlos' umrahmte die 28 Jahre der Existenz dieses unsäglichen Bauwerks von seinem Ende her und erzählte von den überwältigenden und tränenreichen Gefühlen in der Nacht vom 9. zum 10. November 1989, nachdem die Mauer geöffnet worden war.
In die Geschichte viel weiter zurückgebracht wurden wir alle durch die Vorstellung des Bildbandes zur 750-Jahr-Feier, der jetzt fertiggestellt und zu kaufen ist. Wir erlebten 'Weihnachten im August' in einer Kurzgeschichte und erfuhren Privates aus dem Tagebuch einer Mutter über ihr Kind. Ein Teilnehmer unseres Kreises leitet einen Wanderverein, der jährlich eine Festschrift über alle vergangenen Aktivitäten herausgibt und die immer mit einem hintersinnigen Spruch eingeleitet wird. Unsere Aufgabe zum nächsten Stammtisch soll ein reger Gedankenaustausch über diese Aphorismen sein.
Nach über zwei Stunden in angeregter Atmosphäre bei immer noch hohen Temperaturen tauschten wir unsere Freuden und Ärgernisse der Woche aus und verabredeten uns für den 10. September zum Stammtisch Nummer 16. Na dann auf ein Neues!

Uwe Bismark


 
 

4 über  100 - Jahre alte Kilometersteine wurden im Ortsgebiet „runderneuert“…

Vier, aus dem 19. Jahrhundert stammende, in die Jahre gekommenen,die Entfernung Borsdorf – Dresden angebende, Kilometersteine sind in Borsdorf in den letzten Jahren erneuert worden.

Der Zahn der Zeit hatte mächtig an ihnen „genagt“, und sie standen eigentlich nur noch, gut getarnt, irgendwie am Straßenrand so rum…
Nun hat man sich ihrer erbarmt und hat sie wieder ihrer eigentlichen Funktion zugeführt.
Der erste Stein, hier hatten wir im Juli 2010 berichtet, wurde durch die Steinmetzfirma Heidenreich aus Leipzig restauriert. Er steht in Höhe der Ostsiedlung.

Es folgten in den kommenden Jahren Stein Nr.2 am Eingang der Gartensparte Naherholung und Stein Nr.3 kurz vor der Einfahrt AZV Parthe.

Nun konnten wir im Juli diesen Jahres Stein Nr. 4 gegenüber der ehemaligen Rosengärtnerei Dreiecks-Siedlung in „neuem Glanz“ erleben.

Damit ist dieses Projekt vorerst abgeschlossen.

Hinzugefügt sei noch, dass die Kilometersteine 2 bis 4 durch den Steinmetzbetrieb Stoll aus Leipzig eine Verjüngungskur erhielten.

Initiatoren der Aktion waren Herr Rolf Kleine und Bauhofchef Eckard Lübcke.
Vielen Dank an dieser Stelle.

Natürlich ist auch der finanzielle Aspekt nicht ganz unwichtig, hier half die Gemeinde Borsdorf mit Subventionen.

…erstrahlt in neuem Glanze…

 
 

.…und wieder waren Vandalen in der August-Bebel-Straße unterwegs:

„… da hat wohl jemand zu viel Zeit?!“
Lieber mal Kopf einschalten und nachdenken (von wegen der Steuergelder und so???...hatten wir ja schon!!!).
Natürlich repariert der Bauhof!
Beruhigend ist, dass ALLE im Laufe der Jahre in die Situation kommen werden, sich über eine vorhandene Sitzgelegenheit  zu freuen…hoffentlich sind die „Zerstörer“ dann etwas klüger... :-)

 
 

Nachlese zur 750-Jahr-Feier 2017, die Festschrift-speziell den Zeitstrahl - betreffend:

Änderung bzw. Ergänzung der Borsdorf-Leiste

  • 1627 war die erste urkundliche Erwähnung des Hirtenhauses im Beuchaer Sterberegister

  • 1952 Verlegung des Zentralen Projektierungsbüros der Leder-, Schuh- und Rauchwarenindustrie nach Borsdorf (heute noch als IBA in Betrieb)

  • 1958 wurden die BSG Lok Borsdorf-Gerichshain und die BSG Fortschritt Borsdorf am 01.April 1958 zur BSG Fortschritt Borsdorf vereint und hatte so bis 1990 Bestand


Achtung! 1957 ist falsch, bitte rausnehmen!

 
 

Kremserfahrt durch Borsdorf und Panitzsch

Geben Sie Ihrer Feier, Ihrem Familienfest, Klassentreffen oder ähnlicher Veranstaltung einen besonderen Rahmen!
Wie wäre es mit einer geführten Kremserfahrt durch Borsdorf oder/ und Panitzsch?
Natürlich mit fachkompetenter Begleitung durch „Hauptwachmeister Haberkorn“, in Person von Heimatforscher Gerhard Otto und dem „Panitzscher Bauern“, in Person von Peter Reinicke vom Verein „Panitzsch(er) leben-gestern – heute und morgen“, gibt es Wissenswertes und Kurioses zur Ortsgeschichte, sowie zu den auf dem Weg liegenden Straßenbereichen zu erfahren.

So haben Sie  die Möglichkeit, Ihre Kremserfahrt mit dem Fuhrbetrieb Hilbert, z.B. mit einem Halt in der Panitzscher „Eiszeit“ zum Kaffeetrinken oder Eisessen, zu verbinden. Oder Sie machen Station auf der Panitzscher Trabrennbahn und erhalten Informationen zur Geschichte der Rennbahn. Ein Stopp am Borsdorfer Tankstellenmuseum (mit Führung durch den Museumsleiter Frank Altner) und anschließendem Kaffeetrinken im Rittersaal wäre eine weitere Option.
Wir beraten Sie gern (Ansprechpartner: Gerhard Otto -Tel.-Nr.: 0176/85634223- und E. Lübcke – Bauhof-), damit Ihre Kremserfahrt ein besonderes Erlebnis wird.

Wir freuen uns auf Sie!

 
 
 
 

Parkbühne von Unkraut und Dreck befreit – Panitzsch(er)leben räumte auf

16. Juni 2018, 9:00 Uhr Samstagmorgen in Panitzsch –  Mitglieder des Vereins „Panitzsch(er)leben“ und deren Familien kamen mit Schubkarren, Schaufeln, Harken und guter Laune zur Panitzscher Parkbühne. Heute sollte aller Dreck von der Bühne und das Laub aus den Büschen verschwinden. Zum Glück stellte auch die Gemeinde noch Arbeitsgeräte zur Verfügung.

Und los gings. Die Aufgaben wurden schnell verteilt.  Es war erstaunlich, wie die Laubberge anwuchsen und  unzählige Schubkarren voller Dreck geleert wurden. Die Stimmung war gut und an verschiedenen Stellen erklang leise das Lied: „Auf die Bäume ihr Affen, der Wald wird gefegt.“ Den Älteren entlockte dies ein Schmunzeln, den Kids ein Schulterzucken. Dann -  das Erstaunen war groß, als die Treppen am Bühnenende  mehr und mehr sichtbar wurden. Vorbeikommende interessierte das emsige Treiben auch und es wurden so manche Erinnerungen erzählt.

Inzwischen standen die Biertischgarnituren, die Bäckerin brachte feine Backwaren und deftige Speisen erwarteten die fleißigen Helfer. Und immer wieder war Lachen zu hören – über den fehlenden Buchstaben im Banner, die Belehrung zur neuen Datenschutzgrundverordnung und einfach aus Freude darüber, gemeinsam etwas Lohnendes geschaffen zu haben.

Nach 3 Stunden nahmen alle auf der sauberen Parkbühne Aufstellung fürs Foto. Dieses sollte in die Dorfannalen eingehen – als der Beginn der Revitalisierung der Parkbühne. Bevor der Umbau beginnen kann, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Doch so lange will der Verein nun doch nicht warten. Sie wollen ausprobieren, ob dieser Ort auch heute noch diese Magie hat und ein charmanter Veranstaltungsort sein kann. Der Verein „Panitzsch(er)leben“  lädt alle Panitzscher und Gäste  zur Sommernacht an der Parkbühne Panitzsch am 25. August 2018 ab 18:00 Uhr ein. Die Besucher werden einen kleinen Einblick erhalten, was alles an diesem Ort möglich sein kann. Sie erleben Erna mit ihren Neuigkeiten, Parkbühnen-Geschichten neu dargestellt, viel Musik mit der Liedertafel, Paulin am Klavier und andere Künstler. Sobald die Nacht heraufzieht, sind alle eingeladen, eine Kultfilm  in OpenAir zu erleben. Die Sommernacht an der Parkbühne - eine Premiere, die man nicht verpassen sollte.

Der Verein „Panitzsch(er)leben – gestern-heute-morgen e.V.“ wurde im Januar 2018 gegründet, hat 29 Mitglieder und will unter anderem den Charme der Parkbühne Panitzsch wiedererwecken. Die dazu geplante Revitalisierung soll in mehreren Schritten erfolgen. Als erster Schritt ist eine Machbarkeitsstudie geplant, welche alle weiteren Maßnahmen vorbereitet. Für alle Aktivitäten werden noch mehr Unterstützer gebraucht. Interessierte sind herzlich eingeladen, im Verein mitzuarbeiten oder ihre Verbundenheit durch Mitgliedschaft zu bekunden.




Text: Andreas Damm / Fotos: Tatjana Schmidt, Dirk Ziegenbalg


LVZ-Artikel

 
 

Literaturstammtisch Juni

Zum letzten Mal vor der Sommerpause lud ich am 11.Juni zu unserer monatlichen Literatur-runde, und acht Gäste folgten dieser Einladung. Auch neue Gesichter konnten begrüßt werden. Es freut mich, dass es doch so viele Menschen gibt, die sich noch für Bücher und das geschriebene Wort begeistern, seien es Werke aus der eigenen Feder oder die anderer Autoren.
Ein Potpourri von Themen und Textformen wurde zu Gehör gebracht, das quer durch Genres und Zeiten ging. So gab es kurze Gedichte aus Japan, Haikus und Tankas, die sich durch ihre strenge Silbenzahl von europäischer Dichtung absetzen, aber auch welche vom DDR-Dichter Rudi Strahl, dessen Zeilen Zeitlosigkeit bewiesen, oder die ‚Volleyballlyrik’ genannten Gedichte der Lehrer des Freien Gymnasiums Borsdorf.
Auch eine Büttenrede zum Thema Humor war zu hören, nachdem ein Auszug aus einem Buch von der Blutsbruderschaft zwischen einem Jungen und seinem geliebten Hund vorgelesen worden war, gefolgt von einer skurrilen Kurzgeschichte von Ingrid Noll. Ganz persönlich wurde die Erzählung aus der eigenen Kindheit vom Abschied eines engen Familienangehörigen oder von der Liebe zwischen Denny und Virginia, der aber der Dienst in der Armee entgegenstand.
Politisch wurde auf die DDR-Zeit und ihren Restriktionen im persönlichen Leben durch die allgegenwärtige Partei zurückgeschaut, aber die am weitesten zurückgehende Geschichte war die von ‚Sperk’, einer Figur aus dem Vogtland, aufgeschrieben von einem Gohliser Wirt.
Schnell gingen die zwei Stunden wie immer vorbei, nachdem sich die Runde zu ihrem Ärger und den Freuden der Woche geäußert hatten.
Allen Literaturfreunden ein Dankeschön fürs Kommen, eine kreative Sommerpause und ‚Auf Wiedersehen’ am 13. August 2018 um 19.00 Uhr in der Gemeindebibliothek Borsdorf.

Text und Foto: Uwe Bismark

 
 

Poesie im Mai (Literaturstammtisch die 13.)

Die 13 soll ja eine Unglückszahl sein. Dies schien durch etliche Abmeldungen eine selbst erfüllende Prophezeiung zu werden. Der 13. Literaturstammtisch wurde aber alles andere als ein Unglück.

Nicht nur, dass es zum vierten Mal in Folge Zuwächse in der Runde gab und ich nun neben den Literaturfreunden aus unseren Ortsteilen auch Gäste aus Taucha, Waldsteinberg und sogar aus Eilenburg begrüßen durfte. Nein, auch die Qualität der vorgetragenen und dann besprochenen Texte, bis auf eine Ausnahme alles selbst verfasste, war auf einem hohen Niveau.

Eigene Erfahrungen, aber auch vollkommen frei erfundene Geschehnisse wurden literarisch umgesetzt und in Gedichte und Geschichten gegossen. So gab es Gedanken und Fragen zum eigenen Ich, Natur- und Lebensbeobachtungen, Gedanken während einer Busfahrt in London, eine Rückkehr in die eigene Jugend, die Überlegungen eines Menschen, aus gewohnten Bahnen auszubrechen, Erinnerungen an das berufliche Schaffen im eigenen Verlag, eine Geschichte zur Rolle des Alkohols in der NVA, das morgendliche Ritual des Radiohörens und die Frage nach dem Sinn der negativen Nachrichten und eine Geschichte über ein verwunschenes Haus mit seinen illustren Bewohnern.

Schlusspunkt waren Freud und Leid der Woche und schon waren zwei schöne Stunden um.

Wer Lust hat, an der netten Runde teilzunehmen, der fühle sich für Montag, den 11.6.2018, zu 19.00 Uhr in die Gemeindebibliothek Borsdorf eingeladen.

Uwe Bismark


 
 

Was passiert da so im Kopf?...

…auf dem Radweg von Borsdorf nach Panitzsch an der Parthenbrücke/Ostseits…

...der Poller musste gleich mal die ganze WUT ? „ausbaden“

„Glück“ hatten wahrscheinlich eventuelle Radfahrer, die mitunter spontan um die Ecke gebraust kommen… nicht auszudenken, was hätte passieren können!
Der Bauhof/Gemeinde wird`s nun wieder richten, übrigens mit Eurem Geld Ihr „lieben“ Vandalen…Herr, wirf`Hirn !

 
 

Sie haben ihre Bänke wieder…und das im neuen Design!!!

Die Feuerwehr Borsdorf freut sich, ihr Feuerwehrfeldkoch Stefan Natusch, vom hiesigen Bauhof, hat es wahr gemacht und mit seinem besten Freund, dem Hobbytischler Armin Grünberg aus Köhra, die alten defekten Bänke restauriert und einen völlig neuen Schliff und Anstrich verpasst. Sie werden nun vor `m Eingangsbereich der FFW ihren endgültigen Standort erhalten und zu so manchem Päuschen einladen…

und das sind „unsere Helden“ Vielen Dank!!!




 
 

Werbung wirkt! Der April-Literaturstammtisch

Die 12. Auflage des Borsdorfer Literaturstammtisches war das bisher am besten besuchte Treffen der Literaturfreunde aus Borsdorf und Umgebung. Das war auch ein Ergebnis der Werbung in verschiedenen Medien.
13 Gäste folgten der monatlichen Einladung und lauschten den Vorlesenden, lasen selber vor oder bereicherten die Gespräche mit ihren Beiträgen über die Texte.
Eine weite Palette von Themen prägten diese Sitzung. Der Bogen spannte sich diesmal von historischen Ereignissen über Gedichte von Rudi Strahl, Erinnerungen an Tanzabende, Gedanken zur Geburt der Kinder vor vielen Jahren, an viele Jahre Kultur im Tauchaer Cafe ‚Esprit‘ und erste Aufführungen des ‚Freischütz‘ bis hin zu Ansichten über die ‚lahmen Leipscher‘ im Straßenverkehr. Eine neue Nuance brachte eine Sechstklässlerin aus dem Borsdorfer Gymnasium mit dem Genre ‚Fantasy‘ in die Runde.
Wie immer äußerten die Teilnehmer am Schluss ihre Ärgernisse und Freuden der Woche und rundeten damit die Veranstaltung ab.
Vielen Dank fürs Kommen und ‚Auf Wiedersehen‘ am 14. Mai 2018 um 19.00 Uhr in der Gemeindebibliothek.

Uwe Bismark


 
 

Die Bauarbeiten am Marktplatz neigen sich dem Ende zu!

Mit Ankunft der letzten Baumaterialien hat der Markplatz innerhalb der letzten Wochen schnell Gestalt angenommen und soll zum 27.04.2018 fertiggestellt sein.
Bis zum 04.05. 2018 erfolgen dann noch kleine Restarbeiten, so z.B. die Installation eines Klangspiels, und dann können wir unseren neuen Markplatz „genießen“ und das eine oder andere wohlverdiente Päuschen dort einlegen.

 
 

Aufruf der Feuerwehr Zweenfurth:

Aktive Feuerwehrangehörige der Zweenfurther Feuerwehr suchen 1 bis 3-Raumwohnung zur Miete oder Haus zum Kauf in Zweenfurth.
Mit dieser Anzeige möchten wir unsere aktiven Feuerwehrleute unterstützen, die hier im Ort eine Wohnung oder ein Haus suchen. Nicht nur, dass dies den Ort weiter belebt, auch die Sicherstellung des Brandschutzes ist damit von Bedeutung!

Ortswehrleiter T. Melzer


 
 

Literaturstammtisch März:

Um eine Woche verschoben werden musste der März-Literaturstammtisch wegen Krankheit, was der Veranstaltung aber keinen Abbruch tat. Der Tisch der Gäste war voll wie nie.
Zwei neue Lesende vom Februar bekundeten ihre Lust aufs Wort erneut, und auch die Gemeinde zeigte ihr Interesse an dieser von Bürgern für Bürger organisierten ehrenamt-lichen Initiative in Person des Bürgermeisters Ludwig Martin.
Wie gewohnt war das Repertoire weit gefächert. Es reichte von selbst und fremd verfassten Gedichten mit einfachen, gleichzeitig aber auch tief philosophischen Aussagen zur Liebe zwischen den Menschen und zur Gartenarbeit, über Erzählungen aus der Region, eigenen Erfahrungen in musikalischen Aufführungen, Handlungsanweisungen zum Thema Kommunikation bis hin zu Anekdoten aus der NVA-Zeit.
Es wurde zwischendurch über die Texte und ihre weitreichende Bedeutung gesprochen. Den Abschluss bildeten wie immer Ärgernisse und Freuden der Woche. Die zwei Stunden vergingen wie immer wie im Flug.
Auf Wiedersehen am 9. April 2018, um 19.00 Uhr in der Gemeindebibliothek.

Uwe Bismark


 
 

Illegale Müllablagerungen:

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Auch wenn die Weihnachtsfeiertage nunmehr schon einige Zeit zurückliegen, kann man mit „etwas Glück“ noch Relikte vergangener Festlichkeit ausmachen. So wurde erst kürzlich am Straßenrand Großer Weg in Zweenfurth ein Adventskranz aufgefunden. Ob dieser wohl als Vorbote für die Weihnachtszeit 2018 angedacht war?
Den Sinn dahinter kann uns sicher nur der Eigentümer der entledigten Sache mitteilen… (aus dem OA)

 
 

Februar-Literaturstammtisch

Zum mittlerweile 10. Mal traf sich der Kreis der Literaturfreunde aus Borsdorf und Umgebung. Hauptsächliches Ziel war es wie immer, sich mit Gleichgesinnten einen schönen Abend zu machen und über eigene oder fremde Texte auszutauschen. Die Themen waren wie üblich sehr unterschiedlich, aber das Leitmotiv ‚Erinnerungen‘ stand ungeplant im Vordergrund, da wir uns nie absprechen, wer was lesen wird.
Erinnerungen an die lebenslange Tätigkeit einer Erzieherin, Urlaubserinnerungen, solche, die die eigene, düstere Familiengeschichte erhellten, Erinnerungen an die Würde des Opas und Erinnerungen an längst vergangene Faschingsfeiern mit Folgen für heute wurden zu Gehör gebracht.
Als Abschluss wurden von allen Teilnehmern Ärgernisse und Freuden der Woche geäußert. Vielen Dank an alle Leser und auf ein Wiedersehen am 12. März 2018 um 19.00 Uhr in der Gemeindebibliothek.

Uwe Bismark


 
 

Baumfrevel auf der Trabrennbahn:

In der Nacht vom 24.01. zum 25.01.2018 waren wieder mal die Vandalen unterwegs und haben auf der Trabrennbahn in Panitzsch wahl-und hirnlos einem Baum, der sich nicht wehren kann, „das Leben genommen“!
Was mag in solchen Menschenvorgehen?! Wahrscheinlich nicht viel!
Wir sind sehr traurig, denn die Natur sollte uns heilig sein, und wir stecken als Gemeinde/ Bauhof viel Kraft, Energie und Liebe in die Erhaltung und Pflege unserer Umwelt.
Und dann kommen irgendwelche „Halbstarken“ mit Äxten und machen alles Zunichte….

Und als ob das noch nicht schlimm genug gewesen ist, wurde zwei Nächte später nochmal „nachgelegt“!!!


 
 
 
 
 


Skatbrüder gesucht:

Immer mal wieder erreichen uns Anrufe mit der Bitte, zu veröffentlichen, dass Mitspieler/ Mitstreiter usw. gesucht werden, um das Leben etwas „lebenswerter“ und  vielseitiger zu machen;
So sucht z.B. ein leidenschaftlicher Skat“bruder“ aus Zweenfurth Mitspieler !
Wer hat Lust? Bitte melden unter 034291-41456 bei Frau Bialek…wir leiten dann weiter!

 
 
 
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